Mein Umstieg von Sony zu Fujifilm

Es kommt doch für jeden Fotografen einmal die Zeit, in der er doch einmal eine neue Kamera braucht.

Bei mir war es vor kurzem soweit. Meine Überlegung dabei war, soll ich bei Vollformat bleiben oder doch den Schritt zurück zu den kleineren APS-C Kameras wagen. Ja. Ich kann euch schon hören: „Wieso überlegt er denn sowas?“ „Das ist nicht dein Ernst?“ „Bleib doch bei Vollformat!“

„Warum will man von Vollformat wieder zurück zu nem kleineren Sensor?“ Und noch einiges mehr hat man mich gefragt, oder versucht zu überzeugen das Vollformat ja um sooo vieles besser ist.

Aber mal ehrlich. Ist es das wirklich?

Ja. Jetzt könnte man mit dem größeren Bildausschnitt kommen, oder mit der besseren Hintergrundunschärfe bei Portraits und nicht zu vergessen der Dynamikbereich und das bessere Rauschverhalten bei hohen Iso.

Alles Gründe, die mich persönlich nicht ganz überzeugt haben. Denn wenn wir mal ehrlich sind, sieht das doch kein Mensch der sich damit nicht wirklich beschäftigt. Kein Kunde, mit dem ich ein Portraitshooting gemacht habe fällt das auf. Keinen einzigen davon. Mal ganz unter uns. Bevor ich mit dem Fotografieren angefangen habe hätte ich da auch nie was gesehen, geschweige denn hat es mich damals so rein gar nicht interessiert. Wen ich ein Foto geil fand, dann fand ich es geil.

Ok. Neue Kamera soll her. Soll ich denn wirklich bei Vollformat bleiben? Naja. Wenn ich mir ne Sony a7 III hätte leisten können, dann wäre ich wohl schwach geworden, eventuell 🙂

Meine Entscheidung stand fest. Ich möchte wieder was kleineres. Kann ich genau so gut damit arbeiten und wie man so schön sagt ist die Kamera nur das Werkzeug. Also ran an den Laptop. Schauen was für mich interessant ist. Ursprünglich, da ich mit meiner Sony a7 zufrieden war und auch schon eine Sony alpha 6000 hatte, wollte ich im Hause Sony bleiben. Bis ich auf ein Video von Thomas B. Jones gestoßen bin. (Video verlinke ich euch unten)

Was Thomas da für eine Kamera zeigte hat mich schon ganz neugierig gemacht. Fujifilm x-s10. Klein. Optisch schön. Und mit tollen features wie den Fuji Filmsimulationen. Na gut, dachte ich mir und schau mal noch andere Meinungen der kleinen an. Naja, Thomas hatte mich eigentlich schon so weit, aber der letzte Schuppser gab mir dann ein Video von Nick Schreger. ( Auch das verlinke ich unten). Schon alleine was er vor dem Intro gesagt hat, hat mir gereicht 🙂

Fujifilm Monochrome G Filter
Fujifilm Classic Chrome

Jetzt hab ich dann doch meiner Sony abgeschworen. Nicht falsch verstehen. Sony hat mega Kameras, aber andere Hersteller eben auch. Und ganz besonders Fujifilm.

Aber was genau hat mich überzeugt, außer den Videos und Onkel Google, dass ich mir die x-s10 zugelegt habe. Als aller erstes fand ich den Body ansprechend. Ein gewissen Retro Charme, der bei Fuji üblich ist, der schön große Griff, gerade für größere Hände sehr gut geeignet. Aber auch das dreh- und schwenkbare Display. Ja. Da hab ich schon öfter mal geflucht und mir oft gedacht dass die nächste so eins haben sollte, aber kein 100 prozentiges muss ist. 

Neben den X Trans 4 Sensor, der auch in der größeren XT 4 verbaut ist, fand ich die Serienbildfunktion spannend bei der man, mit elektrischem Verschluss und noch einen kleinen Cropfaktor, bis zu 30 Bild die Sekunde machen kann. Ob ich es jetzt brauch oder nicht sei dahin gestellt. Aber es ist ein nice to have. Gut. Die Kamera kann noch einiges mehr und ich bin mir sicher, dass ich noch lange nicht alles heraus gefunden habe.

Aber jetzt dann zu dem, auf was ich wirklich gespannt darauf war, waren die Filmsimulationen und den damit verbundenen Möglichkeiten diese nach seinem Geschmack noch anzupassen. Alter Schwede sag ich da nur. Die x-s10 verfügt, genau so wie die XT 4, über 18 Filmsimulationen, die sich an früheren analogen Fuji Filmen orientieren.

Wie der Fotograf Gajan Balan in einem seiner Videos so schön sagte:

A digital art with a analog heart.“

Passender kann man es nicht beschreiben finde ich. Wie schon erwähnt, kann man bei jedem Film noch seine eigenen Einstellungen machen. Da gibt es auch unter anderem ein sehr interessantes Buch von Thomas B. Jones. 22 Jpeg Rezepte für Fuji X-Kameras. Da hat sich Thomas schon einige Gedanken gemacht. Ich bin da gerade auch an meinen Einstellungen und an meinen „Rezepten“ am tüfteln. Ja. Das hat Fuji schon mal geschafft, das ich mich wieder mehr mit so etwas beschäftige.

Fujifilm Pro Negative Standard
Fujifilm Eterna Bleach Bypss

Das heißt aber noch lange nicht, das ich jetzt nur Jpeg fotografieren werde. In den meisten Fällen wird es Jpeg und Raw sein. Aber mal ehrlich. Für mich bedeutet es wieder weniger an der Nachbearbeitung zu sitzen und mich wieder mehr auf das wesentliche zu konzentrieren. Nämlich das Fotografieren selbst. Man geht wieder bewusster an die Materie ran. Natürlich heißt das nicht, das ich jetzt dann faul zuhause sitze. Nene. Meine Aufträge erledige ich immer noch selbst in der Nachbearbeitung. Aber meine persönlichen Projekte, ob mit nem Model oder ob ich einfach mal wieder auf die Straße gehe. Da kann ich dann die Kamera für mich doch arbeiten lassen und mich voll und ganz der Fotografie wieder hin geben.

Bereue ich den Umstieg? Ein ganz klares NEIN. Wieso auch? Ich kann euch eines ehrlich sagen. Das war für mich definitiv die beste Entscheidung die ich für mich hätte treffen können. Denn die x-s10 finde ich mega. Genau so eine Kamera nach der ich gesucht habe.

Ich könnte jetzt ja noch so viel mehr schreiben, aber ich denke ihr wisst jetzt was mich dazu bewegt hat zu wechseln. Wenn ihr noch mehr technische Details wollt, dann schaut euch bei Google oder YouTube um. Da gibt es genug 😉

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